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Nicht: Schwarz zu Blau (P. Fox)
Sondern: Blau zu Gelb (M. Geitner)


…Und trotzdem war reichlich „Musik drin“…

Dualaktivierung nach M. Geitner
mit
Martina Schreuder und Andreas Windsio ( Dualaktivierungstrainer )
auf dem Islandpferdehof Solbakur

Na, was das wohl wird? – dachte ich mir so beim Anblick der vielen blauen und gelben Schaumstoffgassen und Pylonen, die überall in der Halle lagen. Aber Martina und Andreas konnten uns in Theorie und Praxis den Sinn der Anordnung natürlich erklären! Die Beiden harmonierten und ergänzten sich prima, so dass wir schnell einen Einstieg ins Thema fanden.

Zitat (M. Geitner):
Es ist genial einfach –
oder auch: einfach genial!

… wenn man´s denn erstmal verstanden und geübt hat. Denn kurz mal eben machen – geht nicht! Diese Erfahrung haben, glaube ich, alle 16 Teilnehmer gemacht. Deshalb gab es zu Beginn auch die notwendige theoretische Einführung ins Thema Dualaktivierung.
Uns wurde eine Methode nahe gebracht, die effektives, gewaltfreies Arbeiten mit unseren Pferden ermöglicht.
Hochkonzentriert wurde im Praxisteil gearbeitet. Ein Trainer stand den Zuschauern für Fragen und Erklärungen zur Verfügung, der andere konnte sich ganz auf das Pferd und Führer/Reiterpaar konzentrieren. „Nur“ durch´s Zuschauen konnten wir viel lernen und unser Auge schulen.
Anfangs gab es Führübungen, die die Dominanz klärten (bestenfalls) und somit auch Vertrauen aufbauten:

Wir stellen das Pferd an einen gewünschten Platz
und nicht das Pferd positioniert uns!

Gute Idee! – dachte ich mir so, aber wie setze ich das jetzt um? – nur mit Halfter, Führstrick und meiner Wenigkeit ausgerüstet!
Es ging! Alte Verhaltensmuster wurden aufgebrochen, wir lernten um und uns wurde unsere Körpersprache bewusst gemacht. Natürlich – ehe man sich versah! – fiel man auch schnell in alte Gewohnheiten zurück. Da liegt noch Arbeit vor uns. Doch das Ergebnis dieser Methode überzeugte!
Ähnlich war es auch bei der Arbeit mit dem Pferd als Reiter. Es kamen neue Aspekte hinzu (Stellen, Biegen, Aktivierung der Hinterhand, Arbeiten in die Tiefe, etc. pp.) und sowohl Pferde als auch Reiter waren maximal gefordert. Die 25 minütigen Trainingseinheiten wurden fast immer verkürzt, da entweder Pferd oder Reiter oder beide mit ihrer Konzentrations- und Leistungsfähigkeit „am Ende“ waren. Hier zeigten Martina und Andreas Erfahrung und Einfühlungsvermögen und konnten die Einheiten rechtzeitig mit positiver Wirkung beenden.
Jeder Fehler wird einem durch die Gassen und Pylonen unmissverständlich offenbar und sowohl Pferd als auch Reiter waren in der Arbeitsphase um ein Vielfaches konzentrierter, als im herkömmlichen Unterricht. Die Methode ist unheimlich effektiv und bietet viele Variationsmöglichkeiten.
Mit absolut entspannten Rahmenbedingungen und unseren Pferden, die sich von solch „komischem“ Equipment nicht negativ beeindrucken ließen, haben wir jetzt erstmal geschnuppert und das Ganze sacken lassen.
Also, Ihr, die nicht dabei wart:
lasst es euch nahe bringen und prüft es auf eure Bedürfnisse hin.
Ich freue mich schon auf einen Fortführungskurs und darauf, dass wir als Stallgemeinschaft die notwendige Ausrüstung anschaffen, um weiterarbeiten zu können. Dieser Effekt ist sicher euch Trainern zuzuschreiben: Vielen Dank! - auch an Timm und Steffi für die herzliche, entspannte Atmosphäre und die Organisation,

Eure Hanne